„Diskriminierungen passieren heute viel subtiler“

Online-Event „Sexuelle Orientierung disqualifiziert nicht!“ (23.7.)

Einiges hat sich verbessert - und trotzdem haben immer noch Beschäftigte mit gleichgeschlechtlichen Orientierungen oder einer abweichenden Geschlechtsidentität Schwierigkeiten und Benachteiligungen beim Zugang zu und in der Arbeit selbst, so ein zentraler Befund aus der SORA-Studie (durchgeführt i.A. der AK).

 

Welche zentralen Ergebnisse der Studie hervorgehen und welche Programme es im ÖBB Konzern zum Thema sexuelle Orientierung gibt, darüber diskutierten Daniel Schönherr (Studienautor vom SORA-Institut) und Kurt Bauer (Sprecher des ÖBB Regenbogennetzwerks „QBB“) mit KollegInnen der ÖBB.

 

„Diskriminierungen passieren heute viel subtiler wie z.B. durch Witze und Abwertungen, jedoch ist diese Art der Diskriminierung nicht weniger belastend“, so Daniel Schönherr und präsentierte weitere Ergebnisse aus der Studie:

 

  • 1/5 der befragten Personen verheimlichen ihre Geschlechtsidentität oder sexuelle Orientierung
  • Die Befragten, welche sich nicht geoutet haben, gaben an, es wegen Angst z.B. vor Tratsch geheim zu halten
  • Die meisten Diskriminierungen passieren im zwischenmenschlichen Bereich

 

Um die Arbeitssituation zu verbessern hilft lt. dem Sozialforscher u.a. ein umfassendes Diversity Management, dass sich „auf mehrere Merkmale konzentriert und konkrete Maßnahmen setzt“. Außerdem werden Netzwerke, welche LSBTIs im Unternehmen miteinander in Verbindung bringen, als hilfreich gesehen.

 

Die ÖBB hat ein solches, das Regenbogennetzwerk „QBB“, welches von Kurt Bauer vorgestellt wurde. „Es geht um das Sichtbarmachen und das Gemeinsame dadurch zu stärken“, so Kurt Bauer zum Zweck und der Mission von „QBB“.