Franz Xaver Riepl

Geistiger Vater der österreichischen Eisenbahn

* 29. September 1790 in Graz 
† 25. April 1857 in Wien

Franz Xaver Riepl

Franz Xaver Riepl studierte Philosophie in Graz und besuchte anschließend die Chemnitzer Bergakademie, wo er sich hohe technische Kenntnisse aneignete. 1819 wurde er Professor für Mineralogie und Warenkunde am Wiener k.k. polytechnischen Institut berufen. Während dieser Professur beschäftigte er sich intensiv mit Fragen des österreichischen Montanwesens und schlug unter anderem vor, den steirischen Erzberg im Tagebau abzubauen.

Riepl gilt als geistiger Vater des österreichischen Eisenbahnwesens. Bereits 1828 legte er detaillierte Pläne für eine Eisenbahnverbindung von Galizien über Wien nach Triest vor, die allerdings über die ungarische Stadt Varasd verlaufen sollte. Dieses Projekt scheiterte jedoch an den hohen finanziellen Anforderungen. Riepl gab auch den Anstoß zum Bau der Witkowitzer Eisenwerke in Böhmen und entwickelte Pläne für eine Eisenbahnstrecke von Wien nach Polen, die später als Kaiser Ferdinands-Nordbahn umgesetzt wurde.

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