Um den Bahnbetrieb so klimafreundlich wie möglich zu gestalten, verfolgen die ÖBB das Ziel bis 2035 im Bereich Mobilität in Österreich klimaneutral (Netto-Null) zu sein. Ein Großteil des österreichischen Streckennetzes ist elektrifiziert, aber es gibt auch Nebenstrecken, die bewusst nicht elektrifiziert werden – denn Elektrifizierung ist teuer; man benötigt dazu schließlich Kraftwerke, die die Energie bereitstellen. Daher werden nur stark befahrene Streckenabschnitte elektrifiziert, und auf Nebenstrecken sind nach wie vor Diesellokomotiven unterwegs. Da diese aber erhöhte Schadstoffemissionen haben, ist es den ÖBB ein großes Anliegen, nach Alternativen zu forschen.
Unterwegs mit Batterie …
Cityjet AkkuDazu wird es im Personenverkehr zukünftig Akkutriebzüge geben, die teilweise mit Strom aus der Oberleitung und teilweise mit Energie aus leistungsstarken Batterien fahren werden. Übrigens: Der Strom für den Bahnbetrieb kommt seit 2018 zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen. Während der Fahrt unter einer Stromleitung sowie während der Wendezeit in Endbahnhöfen werden die Batterien aufgeladen. Auf Strecken ohne Oberleitung fahren die Züge dann rein elektrisch mit der gespeicherten Energie. So tragen die Cityjet Akkutriebzüge maßgeblich zur Reduktion der CO₂-Emissionen im Bahnverkehr bei, indem sie die bestehende Dieselflotte auf nicht elektrifizierten Nebenbahnen ersetzen.
.... und Wasserstoff.
WasserstoffbusMit dem großflächigen Einsatz wasserstoffbetriebener Busse in Kärnten ab Juni 2026 zeigt ÖBB Postbus, wie alltagstauglich emissionsfreie Mobilität auch im Regional- und Überlandverkehr ist und wie zuverlässig sie funktioniert. Die Fahrzeuge sind Elektrobusse, ausgestattet mit einer Brennstoffzelle. Sie verbinden hohe Reichweiten mit kurzen Betankungszeiten und sind damit besonders für längere Umläufe geeignet. Im Juni 2026 gehen im Raum Villach 35 Wasserstoffbusse in den täglichen Linienbetrieb. Gleichzeitig handelt es sich um die erste und größte Wasserstoffbusflotte Österreichs. Gemeinsam mit regional aus erneuerbarer Energie produziertem Wasserstoff und einer eigenen Betankungsinfrastruktur entsteht ein integriertes Gesamtsystem, das Kärnten zur Wasserstoff-Modellregion macht und eine Vorreiterrolle für künftige Vorhaben im öffentlichen Mobilitätssektor einnimmt.