Neue Bahnstrecken, bessere Verbindungen und moderne Züge

... sowohl auf der Südstrecke als auch im Nahverkehr der Ostregion und in den Bundesländern.

Die Koralmbahn

ÖBB Zug überquert Draubrücke

Eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte Europas auf der Südstrecke ging im Dezember 2025 in Betrieb: Die Eröffnung der Koralmbahn läutete eine neue Ära der Mobilität in Österreich ein und brachte die Weststeiermark und Südkärnten spürbar näher zusammen – mit deutlich kürzeren Fahrzeiten und einem dichteren Angebot.

Von Graz nach Klagenfurt verkürzte sich die Fahrzeit auf nur 41 Minuten; zugleich rückte auch der Süden Österreichs enger an Wien heran. Mit dem neuen Fahrplan entstanden außerdem neue und attraktivere Bahnverbindungen in Richtung Italien. Einen Überblick über alle Verbindungen und Verbesserungen auf der Südstrecke gibt es hier.

Neue Verbindungen im Osten …

Der Ausbau des Bahnnetzes im Osten Österreichs gewann in den vergangenen Jahren ebenfalls spürbar an Dynamik. Ein wesentlicher Meilenstein wurde dabei Ende 2022 erreicht: Die Ostbahn zwischen Stadlau und Marchegg wurde elektrifiziert und großteils zweigleisig ausgebaut. Mit der Weiterführung bis ins benachbarte Bratislava, die 2025 abgeschlossen wurde, entstand eine moderne, leistungsfähige Verbindung über die Grenze hinaus.

Auch südlich von Wien wurden wichtige Engpässe beseitigt und das Angebot für Pendler:innen deutlich verbessert: Die Pottendorfer Linie wurde durchgehend zweigleisig ausgebaut. Mit ihr kommen tausende Pendler:innen aus Niederösterreich jetzt noch bequemer und schneller nach Wien. Nun erfolgen weitere Attraktivierungen und Sanierungen, die 2029 abgeschlossen sein werden. Die viergleisige Südstrecke zwischen Wien und Wiener Neustadt ist seit Ende 2023 Realität.

...auf der Wiener Stammstrecke...

Im urbanen Raum bildet die Wiener S-Bahn Stammstrecke das Herzstück dieses Ausbaus. Seit über 60 Jahren ist die Strecke zwischen Wien Meidling und Wien Floridsdorf für die Wiener:innen und die Pendler:innen eine wichtige Nahverkehrsader durch Wien und das Rückgrat des öffentlichen Schienenverkehrs über die Stadtgrenzen hinaus.

Um diese Schlüsselrolle auch in Zukunft abzusichern, wurde mit dem S-Bahn Wien Upgrade ein umfassendes Programm gestartet. Ziel ist es, die Stammstrecke und ihre Anlagen bis Ende 2027 umfassend zu modernisieren und zu digitalisieren. Gleichzeitig werden auch auf den Zulaufstrecken entlang der Nordwestbahn, der Nordbahn und der Südstrecke zahlreiche Verbesserungen umgesetzt. So entsteht ein leistungsfähiges Gesamtsystem, das noch mehr Pendler:innen schnell, zuverlässig und komfortabel in die Bundeshauptstadt bringt.

… und in den Bundesländern.

Der Ausbau leistungsfähiger S-Bahn-Systeme beschränkt sich jedoch nicht auf den Großraum Wien. Auch in den Bundesländern wurde kräftig investiert: In Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten und der Steiermark wurden neue S-Bahnverkehre mit Taktfahrplänen eingerichtet, dabei entstanden zahlreiche neue Haltestellen in unmittelbarer Nähe der Wohngebiete – man fährt in Österreich eben gerne Zug.

ÖBB Interregio – inneralpine Zugverbindungen zwischen den Bundesländern.

Der Interregio unterwegs in inneralpiner Region Der Interregio verbindet inneralpine Regionen mit wichtigen Knotenbahnhöfen.

Mit der Einführung des neuen Interregio-Liniennetzes im Dezember 2025 erlebte der inneralpine Bahnverkehr einen enormen Aufschwung. Interregio-Linien verbinden inneralpine Regionen und stellen in ausgewählten Knotenbahnhöfen optimierte Anschlüsse zum nationalen und internationalen Fernverkehr her. Mehr Informationen zum Interregio gibt es unter ÖBB Interregio.

Neue Züge im Anrollen

Barrierefreier Einstiegsbereich vom Railjet Doppelstock Der Railjet Doppelstock verfügt über barrierefreie Einstiegsbereiche.

Die ÖBB investieren so viel wie nie zuvor in ihre Fahrzeugflotte: Bis 2030 kommen rund 330 neue, moderne Züge auf Schiene. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 werden auf der Weststrecke die ersten neuen Railjet Doppelstockzüge in Betrieb genommen. Gleichzeitig bekommt auch der Nahverkehr in der Ostregion spürbaren Rückenwind: Ab Sommer 2026 gehen über 40 neue Cityjet-Doppelstockzüge von Stadler in den Fahrgasteinsatz, ergänzt durch zusätzliche Cityjet-Garnituren.

Und der Güterverkehr?

Die ÖBB modernisieren ihre Güterterminals österreichweit und setzen dabei konsequent auf Innovation, Digitalisierung und den Ausbau ihres Produktportfolios. Mit dem Einsatz neuer Portalkrane und digitaler Prozesse werden schnellere und effizientere Abläufe geschaffen.

Die ÖBB-Infrastruktur AG nimmt dazu als neutraler Anbieter dieser Güterverkehrsdrehscheiben bis Ende 2027 an den Terminals Wien Süd, Wels und Wolfurt fünf neue Portalkrane in Betrieb und rüstet vier bestehende auf Fernsteuerstand um. Die erhöhte Gerätekapazität verkürzt Durchlaufzeiten, steigert den Umschlag von Ladeeinheiten und spart Zeit – ein entscheidender Vorteil für unsere Terminal-Kund:innen. Diese technologischen Weiterentwicklungen gehen Hand in Hand mit dem Ausbau der Terminals.

Terminal Wien-Süd Terminal Wien-Süd

Das Güterzentrum Wien Süd – einer von landesweit sieben Güterknotenpunkten der ÖBB Infrastruktur, die mit diesen Umschlagplätzen den über 70 Eisenbahnverkehrsunternehmen einfachen Zugang zur Bahn bietet – ist seit 2016 der Hauptbahnhof des Güterverkehrs in der Ostregion. Aufgrund des steigenden Bedarfs wird bis Ende 2026 die vorläufig letzte Ausbaustufe umgesetzt und die Kapazitäten knapp um die Hälfte gesteigert.

Terminalgebäude Wels Terminalgebäude Wels

Der Terminal Wels, einer der größten und bedeutendsten Güterumschlagplätze Österreichs, wird in mehreren Abschnitten komplett modernisiert. So bleibt die Güterdrehscheibe fit für die steigenden Anforderungen der Zukunft. Das neue Verwaltungs- und In-Gate-Gebäude ist fertiggestellt und bereits in Betrieb. Damit rückt das Ziel einer modernen und digital vernetzten Logistikdrehscheibe einen großen Schritt näher.

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