Verdieselung

Auf den nicht elektrifizierten Strecken der ÖBB wurde von Dampf auf Diesel umgestellt.

Männer in Lokführerstand

„Blauer Blitz“: So hießen die neuen Dieseltriebwagen für den Fernverkehr, die auf den nicht elektrifizierten Bahnstrecken die Dampflokomotiven ersetzen sollten. Je nach Strecke hatten sie auch noch Beinamen: „Venezia“ fuhr die Strecke Wien-Venedig, „Vindobona“ ab Mitte der 1960er Jahre die Strecke Wien-Ostberlin.

Dieseltriebwagen „Blauer Blitz“ Dieseltriebwagen der Serie „Blauer Blitz“

Auch im Güterverkehr wurden ab 1958 Lokomotiven der Firma Henschel mit dieselelektrischem Antrieb eingesetzt. Später kauften die ÖBB bei der Floridsdorfer Firma Jenbacher ein, wo die dieselhydraulischen Verschublokomotiven im Laufe der Jahre immer leistungsstärker wurden. Die ersten Modelle hatten 200 PS, später gab es welche mit 400 PS und in den 1960er Jahren hatten sie bereits 600 PS.

Die Vorteile der Diesellokomotiven.

Diesellokomotiven waren eine ziemliche Revolution: Sie waren effizienter und leistungsstärker als die Dampflokomotiven, die im Heizhaus eine Vorlaufzeit von zehn bis zwölf Stunden benötigten, bevor sie überhaupt in Bewegung gebracht werden konnten. Sie konnten schneller beschleunigen und höhere Anhängelasten transportieren, auch der Personalaufwand war geringer, da nur noch ein Lokführer benötigt wurde und die Person, die Kohle nachlegte, eingespart werden konnte.

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