Ein neues Zeitalter des Reisens

… mit neuen Strecken und neuen schnelleren, wirtschaftlicheren und komfortableren Zügen.

Talent-Triebwagen im Einsatz auf den Wiener Schnellbahnlinien Talent-Triebwagen im Einsatz auf den Wiener Schnellbahnlinien, 2005

Ab 1995 wurden zahlreiche Bahnstrecken ausgebaut – im Osten und Westen sowie rund um die meisten Landeshauptstädte. Dazu mussten Tunnel mit neuen Sicherheitskonzepten gebaut und Park&Ride-Anlagen erweitert werden, auch der Lärmschutz bekam immer höhere Priorität.

Nahaufnahme einer Tunnelbohrmaschine im Tullnerfeld Nahaufnahme einer Tunnelbohrmaschine im Tullnerfeld

Tunnelbohrmaschine im Tullnerfeld Tunnelbohrmaschine im Tullnerfeld

Einige wenig frequentierte Nebenbahnen stellte man aus wirtschaftlichen Gründen ein; hauptsächlich touristisch genutzte Bahnen wurde an Länderorganisationen verkauft oder übergeben – so zum Beispiel die Zahnradbahnen auf den Schneeberg und Schafberg, die Schifffahrtsbetriebe am Wolfgang- und Bodensee oder die Schmalspurbahnen.

Bahnpanorama am Hochschneeberg Bahnpanorama am Hochschneeberg

Neue Maßstäbe für den Reise- und Güterverkehr.

Auch der Personenverkehr wurde wirtschaftlicher, indem man von lokomotivbespannten Nahverkehrszügen auf Wendezüge umstellte – und sich so das langwierige und personalintensive Umsetzen der Lokomotiven in den Endbahnhöfen sparte. 
Ab 2003 kamen auf der Stammstrecke der Wiener Schnellbahn Doppelstockzüge zum Einsatz, was die Gesamtreisezeiten zwischen dem nördlichen und südlichen Niederösterreich erheblich verkürzte, ab 2004 wurden neue elektrische Nahverkehrstriebwagen eingesetzt, die schneller und zudem komfortabler waren. Neue Diesellokomotiven mit geringerem Verbrauch und spürbar weniger Abgasen und Lärmemissionen waren unterwegs.

Doppelstock-Wendezug während Fahrt Doppelstock-Wendezug, 2007

Sechs Taurus-Lokomotiven, die bereit für den Einsatz sind Taurus-Lokomotiven bereit für den Einsatz, 2007

Die Bahn als Alternative zum Flugzeug.

Ein Highlight, auch für die Bahn, war 2008 die in Österreich und der Schweiz ausgetragene Fußball-Europameisterschaft. Dabei wurden insgesamt 2,4 Millionen Fahrgäste im Fernverkehr sowie im Nahverkehr zu den österreichischen Spielstätten – Wien, Klagenfurt, Salzburg und Innsbruck – befördert, u. a. mit Lokomotiven, die im Design der teilnehmenden Länder gestaltet waren.

Im selben Jahr begann auch ein neues Zeitalter des Reisens in Österreich: Die neuen siebenteiligen Railjet-Garnituren fuhren in Rekordzeiten von Wien nach München und Budapest – und etablierten sich dadurch zu echten Alternativen zu den Billigfluglinien. Schrittweise wurde der Railjet-Verkehr mit den bis zu 230 km/h schnellen Zügen auf die weiteren Hauptreisestrecken erweitert.

Zeitungsbericht zum neuen High-Speed-Railjet Zeitungsbericht zum neuen High-Speed-Railjet
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