Barrierefreiheit gemeinsam gestalten - ÖBB Stakeholder:innen-Dialog

Am 7. Mai 2026 fand der Stakeholder:innen-Dialog Barrierefreiheit in der ÖBB Innovation Factory in Wien statt.

Gruppenfoto der rund 30 Teilnehmer:innen des ÖBB Stakeholder:innen-Dialogs Barrierefreiheit.
Flipchart mit dem Titel: „1) Perfekt in 5 Jahren“. Untertitel: „Was muss besser werden?“. Text und Bilder mit den Inhalten: „Personal am Schalter schulen“, „Sonnenblumen Symbol“, „Ich brauche Zeit-Button“, „Induktions-Plakette“, „Sitzplatzreservierung gleich dazu!!“, „Bitte die Info-Plakate GROSS drucken“, „Leichte Sprache, einfach kommunizieren“

Wie sieht eine barrierefreie Bahnreise in fünf Jahren aus? Wie erreichen Informationen alle und dabei rechtzeitig, verständlich und auf mehreren Kanälen gleichzeitig? Und: Wie kann die ÖBB auch zukünftig als inklusive Arbeitgeberin Talente ansprechen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des ÖBB Stakeholder:innen-Dialogs Barrierefreiheit, der am 7. Mai 2026 in der ÖBB Innovation Factory in Wien stattfand. 

Wo die ÖBB heute steht 

Mit 501 barrierefreien Bahnhöfen können bereits rund 89 % aller Fahrgäste eine barrierefrei zugängliche Verkehrsstation nutzen. Laufende Investitionen, darunter die Attraktivierung der Traisentalbahn und das S-Bahn Wien Upgrade, werden diesen Anteil weiter erhöhen. Bei der Fahrzeugflotte ist die Richtung klar: Alle Neufahrzeuge sind barrierefrei, die Kapazität im Nah- und Fernverkehr wächst bis 2031 deutlich. Der Österreichische Postbus ist bereits nahezu vollständig barrierefrei zugänglich. 

Was Expert:innen eingebracht haben

Im Worldcafé-Format diskutierten Teilnehmende aus Behindertenorganisationen, Interessensvertretungen und dem ÖBB Konzern drei Schwerpunkte: Barrierefreies Reisen, inklusive Arbeitswelten und Informationen im digitalen Zeitalter. Beim Thema barrierefreies Reisen stand Planbarkeit im Vordergrund: Wer weiß, was sie oder ihn erwartet, kann selbstbestimmt reisen. Beim Recruiting zeigten Kooperationen mit Organisationen wie myAbility oder NEBA, wie der Zugang zum Arbeitsmarkt aktiv geöffnet werden kann. Bei digitaler Information wurde deutlich, dass das 2-Sinne-Prinzip konsequenter umgesetzt werden muss - sowohl im Zug als auch am Bahnhof. Für unvermeidliche Phasen des Schienenersatzverkehrs gaben die Expert:innen vor Ort klare Empfehlungen mit: barrierefreie Vorabinformation, Lagepläne mit Haltestellenkoordinaten, Personal vor Ort und ein strukturierter Rückmeldeprozess. 

Der gemeinsame Blick nach vorne

Barrierefreiheit funktioniert dann am besten, wenn sie gemeinsam mit jenen entwickelt wird, die sie täglich brauchen. Transparenz, Niederschwelligkeit und verlässliche Information über viele Kanäle, das sind die Wünsche, die die Expert:innen klar formuliert haben. Die ÖBB nimmt diese Botschaft mit: als Auftrag, Feedback ernst zu nehmen, Neues auszuprobieren und aus Erfahrungen zu lernen. 

Flipchart mit dem Titel: „3) Zum Ziel kommen“. Darauf wird ein Weg vom Zug am Bahnsteig 3 zum Ausgang mit Taxi und Bus bis zu einem Zielpunkt in den Bergen illustriert.