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„Auf Stärken setzen“: Unternehmenstalk mit CEO Andreas Matthä und KBRV Roman Hebenstreit

Ende November fand der Diversity Talk in der ÖBB Unternehmenszentrale statt. Das Management und der Betriebsrat zeigten Einigkeit: Eine Behinderung darf nicht zur Barriere werden. Jede bzw. jeder kann einen Karrierepfad einschlagen. Am 3. Dezember ist Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen. Die ÖBB zählen zu jenen österreichischen Konzernen und Institutionen, die der gesetzlich vorgeschriebenen Beschäftigungspflicht noch nicht ausreichend nachkommen. Die Veranstaltung war ein wichtiges Signal, um das Thema sowohl intern, als auch extern voranzutreiben.

Gruppenfoto

Große Fortschritte bei Barrierefreiheit für Reisende

In einer ersten Talkrunde zeigten CEO Andreas Matthä und KBVR Roman Hebenstreit Einigkeit. Einerseits können wir auf die Fortschritte bei der Barrierefreiheit für ÖBB Reisende stolz sein. Seit Ende 2016 profitieren bereits mehr als drei Viertel der Reisenden von modernen, barrierefreien Bahnhöfen. Darüber hinaus verfügen die ÖBB über einen der modernsten Fuhrparks in Europa und wir investieren weiter in neues Wagenmaterial. Wesentliche Verbesserungen wurden auch beim barrierefreien Ticketkauf erzielt.

Andererseits gibt es intern noch Aufholbedarf bei der Neuaufnahme von Menschen mit Behinderung. In einer weiteren Gesprächsrunde diskutierten Traude Kogoj (Leiterin Gleichstellungs-/Diversity Management, ÖBB Holding) Nora Steiner (Leiterin HR, ÖBB-BCC), Roman Wohlgemuth (KBVP), Steffen Pietsch (Stv. Vorsitzender d. Konzernschwerbehindertenvertretung der DB AG) und Phil Hubbe (Comiczeichner) über strategische Ziele und geeignete Rahmenbedingungen für die Aufnahme von Menschen mit Behinderung. Die Akzeptanz von Menschen (egal, ob mit oder ohne Beeinträchtigung) lag allen TeilnehmerInnen am Herzen. Jeder Mensch hat Talente, die möglicherweise auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Es geht darum, Ängste zu nehmen, die mit der Integration von Menschen mit Behinderungen verbunden sind. Dafür wird unter anderem ein Kompetenzcenter Disability installiert, das die verantwortlichen Führungskräfte bei der Umsetzung unterstützen soll und KollegInnen, die unter schwereren Beeinträchtigungen leiden beim Antrag auf Behindertenausweis zur Seite steht.

Kalenderpräsentation und Ausstellung

Im Rahmen der Veranstaltung erfolgten darüber hinaus die Präsentation des gemeinsamen Bildkalenders der Konzernbehindertenvertretungen von ÖBB und DB (gezeichnet von Phil Hubbe) sowie eine ganz besondere Spendenübergabe: Die Gewinner des diesjährigen Diversity Awards 2017 Hans Schmutz, Klaus Hellwagner und Cristian Lübke haben das Preisgeld an die Komit-Tageseinrichtung (work-schop.28) gespendet, welche anschließend die Veranstaltung mit einer außergewöhnlichen und künstlerisch hochstehenden Ausstellung abgerundet hat.