Girls! Tech-Camp 2019 (ÖBB / IBM)

'TECHNOLOGY - FOR GIRLS LIKE ME!'

50 Mädchen haben eine Woche lang (13.5. - 17.5.) in technische Bereiche und Berufe bei den ÖBB und IBM rein geschnuppert. Das Girls! Tech-Camp hat heuer bereits zum dritten Mal stattgefunden und ist eine Initiative des Gleichstellungs-/Diversity-Management der ÖBB-Holding AG.

Die Schülerinnen aus den Neuen Wiener Mittelschulen in der Konstanziagasse, Schäffergasse, Herzgasse, Leipziger Platz sowie der AHS Rahlgasse konnten hinter die Kulissen der beiden Unternehmen blicken. Ganz besonders gut hat dabei den Mädchen gefallen, dass sie ihre eigenen technischen Fähigkeiten ausprobieren und viele erfolgreiche Frauen in technischen Berufen kennenlernen konnten.

Programm ÖBB

Gleich zu Beginn der Woche wurden den Schülerinnen in der Lehrwerkstätte am Hebbelplatz die vielfältigen (Lehr-)Berufe der ÖBB näher gebracht und an verschiedensten Stationen wieder gemeinsam gelötet, gestanzt, geschweißt und geschraubt.

Im Anschluss ging es zu einer Kreativ Session in die Open Innovation Factory, wo die Mädchen mit "Design Thinking" vertraut gemacht wurden. Anhand einer konkreten Themenstellung ("Zug der Zukunft") erarbeiteten sie Ideen und machten das Thema erlebbar. Dabei wurde unter anderem mit Prototypen gearbeitet bzw. gebastelt.

Im Laufe der Woche ging es für die Tech-Girls weiter mit einer spannenden Exkursion zu Österreichs größtem Zentralverschiebebahnhof, wo sie live und hautnah miterlebten wie hunderte von Zügen zerlegt und neu gebildet werden. Dabei erhielten sie einen einmaligen Einblick in den Güterverkehr auf Schiene sowie relevante Informationen zum Lehrberuf Speditionskauffrau.

Mitte der Woche erfuhren die Schülerinnen bei einem Besuch im ÖBB-Business Competence Center, welche IT-Berufe es im ÖBB-Konzern gibt und warum sich die ÖBB mit dem Thema digitale Innovationen (3D-Druck, Virtual Reality,...) auseinandersetzen. Auch bei diesem Programmpunkt blieben das Ausprobieren und der Spaßfaktor nicht auf der Strecke und war "hands-on" wieder angesagt.

Darüber hinaus wurden die Mädchen durch den Wiener Hauptbahnhof geführt, um einen Blick hinter die Kulissen eines Bahnhofs zu werfen. In der Funkmeldezentrale wurden ihnen sicherheitsrelevante Informationen seitens Mungos-MitarbeiterInnen weitergegeben.

Podiumsdiskussion

Zum Abschluss diskutierten die jungen weiblichen Nachwuchstalente bei der Abschlussveranstaltung mit Top-Managerinnen wie Patricia Neumann, Generaldirektorin IBM Österreich, Silvia Kaupa-Götzl, Geschäftsführerin ÖBB Postbus, Anna Steiger, Vizerektorin TU Wien und Barbara Ondrisek, Co-Founder "Women & Code", über ihre neu errungenen technischen Erfahrungen und wie sie vom neu gewonnenen Praxiswissen für ihre Zukunft und die Zukunft anderer jungen Mädchen nutzen können. Denn immer noch entscheiden sich sehr wenige junge Frauen in Österreich für technische Berufe. Für Silvia Kaupa-Götzl sind "Frauen in technischen Berufen immer noch unterrepräsentiert. Da gehört noch viel mehr gemacht. Deshalb sind Veranstaltungen und Initiativen wie das Girls! Tech-Camp so wichtig. Durch Gespräche, Diskussionen und praktische Erfahrungen können Klischees und Barrieren durchbrochen werden. Ich freue mich über das große Interesse und die Begeisterung bei den jungen Frauen für technische Berufe"