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Beruf & Privat

Am 9.11.2016 fanden sich in der ÖBB Unternehmenszentrale VertreterInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um sich gemeinsam dem Thema Vereinbarkeit anzunehmen und Lösungsansätze sowie Möglichkeiten zu diskutieren.

Impressionen zur Podiumsdiskussion "Privat & Beruf"

„Unsere Mitarbeiterinnen sind mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privat hoch zufrieden. Der all time high Wert liegt überraschenderweise über dem unserer Mitarbeiter“, so Diversity-Beauftragte Traude Kogoj zu Beginn des Themenabends: „Maßgeblich dafür sind die betriebsnahen Kindergärten, Flying Nanny, Arbeitszeitflexibilität uvm. Im Vergleich zum österreichischen Durchschnitt bringen sich die ÖBB Kollegen intensiver ein und gehen häufiger in Eltern- sowie Väterkarenz.“

Organisiert wurde die Veranstaltung von Pecher Consulting, Familie & Beruf Management GmbH, der Ersten Bank und der ÖBB. Mit dabei waren u.a. Ministerin Sophie Karmasin, design. Risikovorstand der Erste Group Willibald Cernko, ÖBB-Postbus-Chefin Silvia Kaupa-Götzl und Institutsvorstand sowie Familienforscher Wolfgang Mazal.

Lediglich ein Drittel zufrieden

 „Unternehmen können aus familienfreundlichen Arbeitsbedingungen enorme betriebswirtschaftliche Vorteile ziehen“, so der Familienforscher Wolfgang Mazal in seinem Eröffnungsvortrag. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine Win-Win Situation für  Unternehmen und Beschäftigte, dies belegen auch zahlreiche nationale und internationale Studien. Eine höhere Leistungsbereitschaft der Belegschaft, eine geringere Fluktuationsquote sowie eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sind nur einige positive Argumente für familienfreundliche Arbeitsbedingungen im Unternehmen.

Zwei Drittel der ÖsterreicherInnen schätzen das Land als familienfreundlich ein. Aufholbedarf gibt es bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Lediglich ein Drittel der ArbeitnehmerInnen zeigt sich mit dieser zufrieden.

Success Stories

Was die Vereinbarkeit von Beruf & Privat betrifft, ist der ÖBB Konzern top. Isabell Gwenger gab diesbezüglich interessante Einblicke zu den vielfältigen Kinderbetreuungsangeboten der ÖBB und stellte gemeinsam mit Christian Morawek, dem Geschäftsführer der Kinderfreude Wien, das ÖBB Vorzeigeprojekt TIMI`S MINI MINTS Kindergarten vor: Österreichs einziger Kindergarten mit MINT Schwerpunkt.  MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Auch die Erste Bank bietet ihren MitarbeiterInnen ein Maßnahmenbündel zur Förderung der Vereinbarkeit und hat auf den neuen Campus ebenfalls einen Betriebskindergarten. Das pädagogische Konzept kommt von KIWI. Zudem bietet das Unternehmen Kindern und Jugendlichen kostenlose Finanzbildung im Erste Financial Life Park (‚Flip‘). Zugänglich seit wenigen Monaten haben bisher mehrere tausend SchülerInnen die Gelegenheit genutzt, in die Welt des Geldes einzutauchen“, ist Philip Hans List, Head of Erste Financial Life Park, überaus stolz. Beide Leitunternehmen nehmen am Audit Beruf & Familie teil.

Bildungskompass für die Kleinen

Abgerundet wurde die Netzwerkveranstaltung durch eine Diskussionsrunde mit Sophie Karmasin (Bundesministerin für Familien und Jugend), Silvia Kaupa-Götzl (GF ÖBB-Postbus GmbH), Gabriele Bäck (GF Charlotte Bühler Institut) und Willibald Cernko (designierter Risikovorstand der Erste Group). Fazit: Trotz der positiven Entwicklungen wie zB dem neuen Bildungskompass gibt es viel Luft nach oben – insbesondere bei der Arbeitszeitflexibilisierung sind sich die anwesenden ManagerInnen Silvia Kaupa-Götzl und Willibald Cernko einig.