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Netzwerktreffen mit Juliane Bogner-Strauß

Als Ministerin für Frauen-, Familien und Jugend gilt es „Frauen noch stärker zu fördern, die Jugend zu hören und zu verstehen und Entlastungen bei Familien sicherzustellen“, so Juliane Bogner-Strauß.  Deshalb sollen die Schwerpunkte vor allem auf Themen wie Gewaltprävention, Verringerung der Einkommensschere, Stärkung der Gendermedizin und Ausbau der Kinderbetreuung gelegt werden. Welche Programme zur Chancengleichheit und Vereinbarkeit geplant sind, darüber haben wir unter anderem gemeinsam mit Juliane Bogner-Strauß bei unserem letzten ÖBB Netzwerktreffen am 13.6. diskutiert.

Vereinbarkeit und Karriere

Der Spagat zwischen Kindern und Job ist schwierig, wie auch Juliane Bogner-Strauß, Mutter von drei Kindern und Berufspendlerin nur allzu gut Bescheid weiß: „Es war für mich ein sehr großer Umstellungsprozess und ich bin viel unterwegs - Wien, Graz, Brüssel - um nur einige Stationen zu nennen. Trotzdem habe ich keine Sekunde überlegt als mir der Job der Frauen-, Familien- und Jugendministerin angeboten wurde“, so die gebürtige Steirerin zu ihrer neuen Herausforderung. Eine geteilte Kinderbetreuung und partnerschaftliche Aufteilung von Familie und Beruf sind lt. Juliane Bogner-Strauß ein wichtiger Schlüssel für das Meistern des Spagats.

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern und Eltern entsprechend zu unterstützen brauche es lt. Juliane Bogner-Strauß  „eine bessere und vor allem flexiblere Kinderbetreuung.“ Auch in der Forschungslandschaft möchte die Ministerin  einiges bewegen.

Gender Pay Gap

Ein zentrales Anliegen der Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend ist die Verringerung des Gender Pay Gaps.  Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede existieren nach wie vor in Österreich und um diesen Missstand entgegen zu wirken, wurde u.a. eine Steuerungsgruppe mit der Aufgabe betraut, alle bestehenden Einkommensberichte zusammenzuführen und zu evaluieren, um letztendlich mehr Transparenz zu erreichen.

Mädchen in die Technik

Den Grund, warum viele junge Frauen technische Berufe noch immer nicht am Radar haben, sieht die gebürtige Steirerin vor allem darin, dass die Begeisterung für technische Jobs zu spät bzw. gar nicht bei Mädchen geweckt wird und darüber hinaus zu wenige weibliche Role-Models in der Öffentlichkeit präsent sind. „Es ist wichtig die Begeisterung für technische Jobs frühzeitig zu wecken, am besten gleich im Kindergarten. Darüber hinaus muss es mehr weibliche Role Models in den Medien geben. Frauen sind nur zu ca. 20 % vertreten“, so Juliane Bogner-Strauß.

Einen maßgeblichen Anteil für die spätere Berufswahl misst die Ministerin insbesondere den Eltern und den Lehrkräften bei. Im Falle von Juliane Bogner-Strauß war es ihre Chemielehrerin, die ihre Begeisterung für Naturwissenschaften weckte.

Girls! Tech-Camp

Um junge Frauen technische Berufe näherzubringen werden von Seiten der ÖBB vielfältige Maßnahmen umgesetzt. Eine davon stellt das Girls! Tech-Camp dar. Dabei lernen Schülerinnen spannende Technik-Projekte und Berufe für die Zukunft kennen und erhalten einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Jobs bei den ÖBB.