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Vortragender, der redet

Diskussion: Islam und Gesellschaft

Mitte Juli 2015 fand eine Orientalische Woche in der ÖBB-Kantine statt. Am Menüplan standen Lammcurry, Bohneneintopf, Kichererbsensuppe. Passend zum Anlass lud das Diversity Management MitarbeiterInnen der ÖBB zur Diskussion mit einem der bekanntesten Vertreter der islamischen Religionsgesellschaft – Omar Al-Rawi.

Omar Al-Rawi ist nicht nur der Gründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen, streitbarer Integrationsbeauftragter der IGGiÖ (Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich) und bekennender Muslim. Er ist seit Jahren Betriebsrat bei der Baufirma Strabag. Gefragt nach der Zusammenarbeit von interreligiösen Teams am Arbeitsplatz fiel seine Antwort pragmatisch aus. Das Freitaggebet zum Beispiel würde für die Angestellten kein Problem darstellen, da diese freitags ohnehin zu Mittag Büroschluss machen. Die Arbeiter auf den Baustellen hätten im Wechsel einmal Freitag frei und einmal einen langen Arbeitstag. "Sie können daher jeden zweiten Freitag am Freitaggebet teilnehmen", so Al-Rawi. Ansonsten gäbe es bei Gleichenfeiern neben dem Spanferkel eben auch vegetarische Gerichte.

Auch bei Geschenken würde darauf geachtet werden, neben gefüllten Schokoladeostereiern auch welche ohne alkoholische Füllung zu verteilen. Der Punkt sei, über die kulturellen Besonderheiten der Kollegen und Kolleginnen Bescheid zu wissen. 30 Kolleginnen und Kollegen nutzten die Möglichkeit, um mehr über die Geschichte und Entwicklung des Islam zu erfahren. Es wurden Inhalte angesprochen, die auf den ersten Blick nichts mit dem Alltag am Arbeitsplatz zu tun haben. Es wurden heiße Themen genauso diskutiert wie über Ähnlichkeiten nachgedacht. Übrigens: die AtheistInnen sind jene Gruppe, die in Österreich am schnellsten wächst.

Teilnehmerinnen der Veranstaltung
Zwei Personen unterhalten sich