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Wirtschaftsfaktor Bahn

Die Bahn tut nicht nur der Umwelt gut, sie bringt auch die Wirtschaft voran und sorgt für Beschäftigung. Das trotz Wettbewerb mit gesamtwirtschaftlicher Verantwortung.

Bauarbeiter die an Baustelle arbeiten

Der Eisenbahn, die durch ihre Querschnittswirkung in allen Bereichen (Gesellschaft, Wirtschaft, Ökologie) eine der wichtigsten Mobilitätsdrehscheiben ist und künftig noch stärker werden wird, kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Neben den damit erzielten Effekten für die Umwelt sprechen aber auch eine Reihe wirtschaftlicher Gründe dafür, der Bahn gegenüber anderen Verkehrsträgern den Vorzug zu geben.

Mehr Wertschöpfung, mehr Arbeitsplätze

Die ökonomischen Effekte des Verkehrsträgers Bahn sind nicht zu unterschätzen. Investitionen in die Bahninfrastruktur erzeugen eine planbare und kontinuierliche Nachfrage nach Bauleistungen und Dienstleistungen, die speziell in Phasen mit einem geringen Wirtschaftswachstum einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung beziehungsweise für die Stabilität der Gesamtwirtschaft leisten. So lösen alleine die Infrastrukturinvestitionen der ÖBB im Zeitraum von 2017 bis 2022 Bruttowertschöpfungseffekte in Höhe von insgesamt 15,2 Milliarden Euro in Österreich aus. Das entspricht einem Beitrag zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt in Höhe von etwa 0,6 Prozent. Die erzielte Bruttowertschöpfung sorgt aber auch für Beschäftigung. Während des Zeitraums von 2017 bis 2022 ergeben sich aus den Infrastrukturinvestitionen statistisch gerechnet 24.000 annualisierte Jahresarbeitsplätze alleine in Österreich.

Mittelbare Effekte und Impulse

So weit die unmittelbaren Effekte. Denn auch mittelbar zahlen sich Investitionen in die Bahn aus, wie sich am Beispiel der Hochleistungsstrecke zwischen Wien und St. Pölten zeigen lässt. Fahrtzeitverkürzungen und Erhöhung der Zugfrequenzen haben dafür gesorgt, dass die Reisezeit mit der Bahn von Wien nach St. Pölten unter jener des Autos liegt – das gilt übrigens schon jetzt auch für Linz, Salzburg und Innsbruck, ab 2025 zudem für Graz und Klagenfurt.

Die bessere und schnellere Erreichbarkeit stärkt jedenfalls die Erreichbarkeit der Arbeitsmärkte in beiden Städten. Daraus resultiert ein besseres Zusammenführen des Arbeitsangebots mit der Arbeitsnachfrage, sodass sowohl am Standort Wien als auch am Standort St. Pölten ein positiver Produktivitätseffekt eintritt. In Wien steigert die Hochleistungsstrecke die daraus resultierende Wertschöpfung um (kumulativ) 460 Millionen Euro binnen der nächsten Dekade. In St. Pölten kommt es durch die Hochleistungsstrecke zu
einem Wertschöpfungszuwachs in Höhe von 14 Millionen Euro im selben Zeitraum.

Für nachhaltige Impulse, die weit über den unmittelbaren Bau und den Betrieb hinausgehen, sorgen insbesondere auch Investitionen in Bahnhöfe. Mikroökonomisch betrachtet steigt der Kundennutzen – und damit auch die Kundennutzung – mit der Attraktivität eines Bahnhofs. Makroökonomisch gesehen fördert die höhere Attraktivität auch die Bau- und Geschäftstätigkeit in der Umgebung und zieht neue Investitionen an.

 

Studie „Der ökonomische Fußabdruck des Systems Bahn“

Die Studie „Der ökonomische Fußabdruck des Systems Bahn“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen Industriellenvereinigung und ÖBB, durchgeführt vom Economica Institut für Wirtschaftsforschung. Ziel dieser Studie war, die volkwirtschaftliche Relevanz und Wirkung des Systems Bahn mit seinem wichtigsten Player, dem ÖBB-Konzern, in einem 360-Grad-Blick zu beleuchten:

Der ökonomische Fußabdruck des Systems Bahn (PDF 1,5 MB)

Fahrgastnutzen und Erreichbarkeitseffekte der Bahn (PDF 1 MB)

Markt- und Wettbewerbssituation Schienengüterverkehr (PDF 5,4 MB)

Standorteffekte und Stadtentwicklungsimpulse von Bahnhofsinvestitionen (PDF 2,7 MB)