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Investitionen für Bahn & Mensch

Schneller, kürzer, besser, einfacher. Mit einem groß angelegten Investitionspaket errichten die ÖBB das Bahnnetzwerk des
21. Jahrhunderts. So lautet der Auftrag, der im Herbst 2016 von der Bundesregierung an die ÖBB erging. Zusammen mit einem Investitions-Budget über 15,2 Milliarden Euro für den Ausbau, die Erweiterung und die Verbesserung des österreichischen Bahnnetzes.

Mit den Maßnahmen des Rahmenplans für die Jahre 2017 bis 2022 werden Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsvermögen der Bahn noch weiter gestärkt, die – klimapolitisch – wichtige Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene forciert, das Angebot an die KundInnen, einerlei ob Reisende oder im Güterverkehr, qualitativ auf ein nachhaltig neues Niveau gehoben und der österreichischen Wirtschaft ein dringend notwendiger konjunktureller Impuls verliehen. Denn das ist das Wesen der ÖBB, was sie betrifft, betrifft in weiten Bereichen die Republik und ihre Menschen. Nur wenige Unternehmen sind so sehr in das Alltagsleben integriert wie die ÖBB.

Railjet fährt über Brücke

Ein Hauptaugenmerk des Rahmenausbaus liegt auf dem Ausbau der TEN-Strecken durch Österreich, vor allem auf den Strecken West und Süd. Mit spürbaren Folgen. Wien–Graz in 1:50 statt 2:40 Stunden, Wien–Venedig in 6:00 statt in 8:00 Stunden, Wien–München in 3:45 statt in 4:10 Stunden oder Wien–Prag in 3:50 statt in 4:30 Stunden – diese Fahrzeiten werden Realität.

Österreichkarte mit Übersicht der Infrastrukturprojekten

 

Bauprojekte in Österreich*

  1. St. Margrethen–Lauterach: Ausbau für Nahverkehr, neue Haltestelle Lauterach West. Projektvolumen: 184 Mio. Euro, Bauende: 2020
  2. Güterzentrum Wolfurt: Kapazitätsaufstockung des Güterverkehrsstandortes Wolfurt und Verbesserung Anbindung. P: 62 Mio. Euro, B: 2018
  3. Feldkirch–Staatsgrenze: FL.A.CH. Nahverkehrsausbau in der Grenzregion Fürstentum Liechtenstein/Schweiz. P: 159 Mio. Euro, B: 2025
  4. Großraum Innsbruck: Planung und Bau von neuen S-Bahn-Haltestellen zur Verbesserung des Nahverkehrsangebotes. P: 15 Mio. Euro, B: 2020
  5. Brenner Basistunnel (BBT): Errichtung eines 55 km langen zweiröhrigen Tunnels bis 2026 P: 4.960 Mio. Euro**, B: 2026
  6. Brenner Nordzulauf: Planung eines leistungsfähigen, umweltverträglichen Zulaufs von Deutschland zum BBT. P: 49 Mio. Euro, B: Planung
  7. Osttirol | Phase1: Modernisierung Bahnhof Lienz, Attraktivierung Drautalbahn. P: 58 Mio. Euro, B: 2020
  8. Wels Verschiebebahnhof: Neugestaltung der Zu-/Abfahrt sowie Gleisverlängerungen und Errichtung eines Durchfahrterminals. P: 35 Mio. Euro, B: 2019
  9. Wels–Passau: Ausbau der rund 80 km langen Bestandsstrecke inklusive Bahnhofsumbauten
    und ETCS. P: 205 Mio. Euro, B: 2022
  10. Linz–Wels: Viergleisiger Ausbau der Weststrecke zwischen Linz und Wels P: 997 Mio. Euro, B: 2026 ff.
  11. Linz Verschiebebahnhof Stadthafen: Modernisierung für den Güterverkehr durch Um-/Ausbau der Gleisanlagen und Elektrifizierung. P: 44 Mio. Euro, B: 2020
  12. Linz Kleinmünchen–Linz Hbf: Durchbindung der viergleisigen Weststrecke. P: 444 Mio. Euro, B: 2026 ff.
  13. Linz–Summerau: Modernisierung der Strecke sowie von sieben Bahnhöfen. P: 76 Mio. Euro, B: 2022
  14. Güterzugumfahrung St. Pölten (Lückenschluss): Entlastung der Stadt St. Pölten durch eine Güterzugumfahrung (GZU) und Erhöhung der Kapazität. P: 731 Mio. Euro, B: 2017
  15. Verbindungsbahn Wien: Attraktivierung der Schnellbahn für Viertelstundentakt; neue Haltestellen. P: 272 Mio. Euro, B: 2025
  16. Ausbau Nordbahn: Ausbau der Strecke bis an die tschechische Grenze. P: 592 Mio. Euro, B: 2026
  17. Wien–Bratislava: Die Bestandsstrecke von Wien nach Bratislava wird selektiv zweigleisig und elektrifiziert ausgebaut. P: 550 Mio. Euro, B: 2023
  18. Güterzentrum Wien Süd: Multifunktionaler Güterterminal an der Schnittstelle der Pottendorfer Linie und der Schnellstraße S1. P: 246 Mio. Euro, B: 2017
  19. Wien–Wiener Neustadt (Pottendorfer Linie): Zweigleisiger Ausbau der Bestandsstrecke zur Entlastung der Südstrecke. P: 673 Mio. Euro, B: 2023
  20. Ebenfurth: Mit der Schleife Ebenfurth schneller nach Wien. P: 182 Mio. Euro, B: 2025
  21. Müllendorf: Mit der Schleife Müllendorf und Ebenfurth in 45 Minuten direkt von Eisenstadt nach Wien. P: 22 Mio. Euro, B: 2019
  22. Semmering-Basistunnel: Bau eines 27 km langen zweiröhrigen Tunnels, Fahrzeitgewinn Wien–Graz: 30 Minuten. P: 3.320 Mio. Euro, B: 2026
  23. Bruck a. d. Mur–Graz: Optimierung der Infrastruktur zwischen Bruck a. d. Mur und Graz als Teil der neuen Südstrecke. P: 205 Mio. Euro, B: 2023
  24. Graz–Weitendorf: Bedarfsgerechter Ausbau der Koralmbahn zwischen Graz und Weitendorf. P: 363 Mio. Euro, B: 2023
  25. Koralmbahn Graz–Klagenfurt: 130 km Neubaustrecke als Teil der neuen Südstrecke, Fahrzeitgewinn: 2 Stunden 11 Minuten. P: 5.180 Mio. Euro, B: 2023
  26. Karawankentunnel: Modernisierung des Karawankentunnels inklusive Erhöhung der Tunnelsicherheit. P: 73 Mio. Euro**, B: 2022

 

 TEN-T Kernnetz in Österreich

  • Skandinavisch-Mediterraner Korridor mit dem Brenner-Basistunnel (TEN 1)
  • Rhein-Donau-Korridor mit der Weststrecke als Mittelstück (TEN 17)
  • Orient-/Ost-Mediterraner Korridor (TEN 22)
  • Baltisch-Adriatischer Korridor mit Semmering-Basistunnel und Koralmbahn (TEN 23)

 
* Quelle: bmvit – Rahmenplan 2017–2022
**Anteil Österreich