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Ein Zuhause für Fledermäuse

Durch dieses Projekt sollen nicht mehr benötigte ÖBB-Tunnelanlagen den Fledermäusen als Quartier dienen und somit sinnvoll zum Wohl dieser besonderen Tiere eingesetzt werden.

Fledermaus

Viele Fledermausarten gelten laut „roter Liste“ in Österreich als gefährdete, stark gefährdete oder sogar vom Aussterben bedrohte Säugetiere. Schon der Ausfall eines Teillebensraumes kann zu gravierenden Veränderungen im Bestand in einer Region bis hin zum Aussterben ganzer Populationen führen. Wie stichprobenartige Kontrollen der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und –forschung (KFFÖ) belegen, können die Tiere stillgelegte Tunnelanlagen als Winterquartiere nützen. Im Rahmen des Projekts „Ein Zuhause für Fledermäuse“ soll dieses Potenzial weiter genützt und damit ein Beitrag zum Schutz der nachtaktiven Insektenfresser geleistet werden. Dadurch können auch weitere Erkenntnisse über die tatsächliche Nutzungsintensität, die Artengemeinschaft und die Nutzung zu anderen Jahreszeiten gewonnen werden. Grundlage dafür ist ein Konzept der Kärntner Naturschutzorganisation „Arge Naturschutz“ und der KFFÖ. Durch verschiedene Maßnahmen in dafür geeigneten Tunnelanlagen der ÖBB – zum Beispiel durch den Bau neuer künstlicher Quartiere oder die Verbesserung der Zugangssituation – schaffen wir neuen Lebensraum für Fledermäuse. Als erste Standorte werden alte Tunnelbauwerke an der Tauernsüdstrecke bei Mallnitz ausgewählt, die durch die Neutrassierung der Strecke nicht mehr benötigt wird. Green Mobility der ÖBB leistet damit im Sinne des Gemeinwohls einen aktiven Beitrag zum Artenschutz und zur Aufrechterhaltung bzw. Verbesserung essentieller Ökosystemdienstleistungen.