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Ein Paradies für Amphibien

Durch dieses Projekt soll der Lebensraum für Amphibien – eine der gefährdetsten Tierarten des Landes – nachhaltig aufgewertet und gesichert werden.

Zwei Moorfrösche im Wasser

In den March-Thaya-Auen an der Grenze zu Tschechien und der Slowakei kommen nahezu 70 Prozent aller heimischen Amphibienarten vor, die in Österreich zu den am stärksten bedrohten Tierarten zählen. Darunter befinden sich auch die EU-weit geschätzten Arten Rotbauchunke und Donaukammmolch. Der 1.000 m2 große, sich auf Bahngrund befindliche „Haustümpel“ im Norden der Langen Luss zählt dabei zu den wichtigsten Produktionsgewässern. Hier wurden noch vor zehn Jahren Erdkröte, Rotbauchunke, Donaukammmolch und Laubfrosch nachgewiesen. Seit der Regulierung von March und Thaya sowie durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung können die beiden Flüsse nur unzureichend neues Augewässer schaffen. Durch zu frühes Austrocknen und Zuwachsen kam es in der Vergangenheit dadurch zu einer massiven Abnahme der Artenvielfalt, der Moorfrosch und die Wechselkröte befinden sich kurz vor dem Aussterben. Im Rahmen des Projekts „Ein Paradies für Amphibien“ soll gemeinsam mit dem WWF wieder neuer Lebensraum geschaffen und der gesamte „Haustümpel“ um fast einen Meter vertieft werden. Nur so wird wieder sichergestellt, dass das Gewässer nicht austrocknet, bevor nicht auch die letzte Froschlarve ihre Entwicklung im Wasser vollendet hat. Die wissenschaftliche Begleitung und Kontrolle soll auch nach Abschluss dazu beitragen, diesen einmaligen Naturschatz Österreichs auch für die nächsten Generationen zu bewahren. "Ein Paradies für Amphibien" ist ein gemeinsames Projekt von ÖBB und WWF Österreich.