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Aufwind für den Sakerfalken

Mehr Perspektiven für seltene Tiere. Dieses Projekt stellt die Infrastruktur der Bahn ganz in den Dienst der Falken.

Sakerfalke in der Luft

Mitte der 70er-Jahre galt der Sakerfalke in Österreich als beinahe gänzlich ausgestorben. Heute wird der Bestand in Europa auf kaum mehr als 700 Brutpaare geschätzt, in Österreich sind es gar nur noch 50. Beim Projekt „Aufwind für den Sakerfalken“ werden auf den ÖBB-Hochspannungsmasten Nistplattformen errichtet. Ausgewählte Standorte unter den insgesamt 7.300 Masten bieten für die Tiere optimale Bedingungen. Hier sind sie ungestört und finden ideale Aussichtspunkte für die Jagd vor. Jungtiere, die gerade das Fliegen lernen, profitieren von den unzähligen Streben der Masten als Möglichkeit zum Zwischenlanden. Aktuell suchen die ÖBB gemeinsam mit unabhängigen Experten im Rahmen eines Kooperationsprojektes nach Standorten für Nisthilfen. Besonders im intensiv bewirtschafteten Flachland Ostösterreichs sind diese aufgrund der fehlenden Nester und Felswände nicht vorhanden. Daher stellen die ÖBB ihre Infrastruktur für diese sinnvolle Funktion zur Verfügung – ein perfektes Zusammenwirken von Mensch und Tier. Die Plattformen bestehen aus Blech und sind mit Kies und Sand gefüllt. Die Nisthilfen werden in einer Höhe von 40 bis 60 Metern auf die Masten geschraubt und erlauben es den Tieren damit, dort ungestört die Mulden zum Brüten anzulegen. Damit verleihen wir einer neuen Sakerfalken-Generation Flügel!