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Die E-Hybridlok rollt an

Ein Leuchtturm-Projekt für zukunftsträchtige und nachhaltige Innovationen im Fahrzeugbereich der ÖBB ist die E-Hybridlok für den Verschub, für den bis dato insbesondere außerhalb des elektrifizierten Bereichs Dieselloks zum Einsatz kommen.

Prototyp einer E-Hybridlok steht in einer Halle

Hybride auf dem Vormarsch

Mit dem sogenannten Hybrid Power-Pack von MTU, der auf der InnoTrans 2016, der internationalen Fachmesse für Bahn- und Verkehrstechnik, vorgestellt wurde, lässt sich ein individueller Hybridantrieb in bestehende Züge integrieren. Es besteht aus einem Diesel- und einem Elektromotor, wandelt Bremsenergie in elektrische Energie um und speichert diese in der Batterie. Diese Energie kann dann später wieder als Boost an Anstiegen oder zur Beschleunigung genutzt werden. Dadurch lassen sich bis zu 25 Prozent Diesel einsparen.

E-Hybridloks für die ÖBB

Auch die ÖBB setzen auf Hybride. Eine elektrisch betriebene Verschublok soll oberleitungsfreie Strecken im Verschubbereich mit eigener Energieversorgung überbrücken. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und den Firmen TecSol und HET hat die ÖBB-Produktion an zwei Prototypen einer E-Hybridverschublok gearbeitet. Jede Version mit einem anderen Energiespeicher-Konzept. So wurde eine elektrische Verschublok der Baureihe 1063 zur Hybridlok mit Lithium-Eisenphosphat-Batterie und Superkondensatoren umgebaut, die auch auf der letzten InnoTrans große Beachtung fand. Eine zweite 1063 wird für den emissionslosen, oberleitungsfreien Betrieb modifiziert, wobei eine Brennstoffzelle die Lithium-Ionen-Batterie speist.

Mit diesen Technologien könnten konkret nicht nur Lärmemissionen und Abgase deutlich gesenkt werden, sondern auch Energie- und Wartungskosten. Der Energieverbrauch von Dieselloks ist immerhin dreimal höher als der von Elektrolokomotiven, die Wartung ist viermal so teuer.

E-Hybridlok

Stand der Entwicklung

Durch die Kombination von Elektro- und Wasserstoff-Antrieb – beide Systeme sollen unter Betrieb mit Oberleitung wieder aufladbar sein – könnten nicht nur Lärmemissionen und Abgase deutlich gesenkt werden, sondern auch Energie- und Wartungskosten. Der Energieverbrauch von Dieselloks ist dreimal höher als der von Elektrolokomotiven, die Wartung ist viermal so teuer.

Die Entwicklung des Prototyps hat im Oktober 2015 begonnen, Anfang 2017 wurde die E-Hybridlok von der ÖBB-Produktion angeschafft. Weitere Themen im Bereich Technologie sind die Erhöhung der Verfügbarkeit bei gleichzeitiger Senkung der Erhaltungskosten der Anlagen und der Vorsatz, Züge in Zukunft generell leiser, sicherer und effizienter zu machen.