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Ein Bahnhof als Energiequelle

Der Wiener Hauptbahnhof produziert einen Teil der benötigten Energie für Strom und Wärme selbst. Und zwar nachhaltig dank Photovoltaik, Geothermie und Rückgewinnung.

Innerhalb des Konzerns beschäftigt sich eine eigene Abteilung mit den Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Themen, die natürlich auch beim Hauptbahnhof Wien ganz oben auf der To-do-Liste standen. Naheliegend war es, auf dem Dach der neuen Verkehrsstation Photovoltaik-Paneele zur Stromgewinnung zu installieren – 1.000 Quadratmeter Kollektoren.

Zusätzliche Energie liefert die Geothermie. Die im Fundament einbetonierten mit Gykol gefüllten Schläuche ermöglichen eine Absorberfläche von insgesamt mehr als 30.000 Quadratmetern, die sowohl im Sommer als auch im Winter einen wesentlichen Beitrag zur angenehmen Temperierung im Hauptbahnhof Wien leistet. Die Kälteleistung beträgt 475 Megawattstunden und deckt 13 Prozent des Bedarfs für Lüftung und Klimaanlagen ab. An Wärme werden 1.880 Megawattstunden und damit ein Viertel des benötigten Heizaufwands für den Hauptbahnhof selbst produziert. In Summe vermeiden die ÖBB damit immerhin 415 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr.

Menschen machen Energie

Beim Hauptbahnhof Wien werden sogar die Rolltreppen zur Energiegewinnung genutzt. Denn ab einer gewissen Belegung mit Menschen ist die Last so groß, dass eine Rolltreppe nicht mehr vom Motor angetrieben, sondern vom Gewicht der Menschen praktisch selbst in Bewegung gehalten wird. Statt die Treppe zu bremsen, kann dieses Zuviel an Energie zur Erzeugung von Strom genutzt werden. Der Motor wird also zum Generator. Die Kosten für eine solche Installation sind vergleichsweise gering, die Wirkung ist umso nachhaltiger. Gleiches gilt auch für die Aufzüge am Hauptbahnhof Wien, die ebenfalls zur Stromerzeugung genutzt werden.