ÖBB Logo

1. Platz für 16,7 Hertz Photovoltaikanlage in Wilfleinsdorf

Großer Erfolg für die ÖBB beim „2016 UIC Research & Innovation Award“ in St. Petersburg. Unter 100 Einreichungen aus ganz Europa erhielten die ÖBB den 1. Preis für die Entwicklung und den Betrieb der weltweit ersten Photovoltaikanlage für 16,7 Hz Bahnstrom in der Kategorie „Rail System Technology“.

Ziel dieses Awards ist es, Spitzenleistungen und Innovationen in der europäischen Bahnindustrie auszuzeichnen und zu fördern. Die Gewinner aus jeder der 6 Preiskategorien wurden von einer Jury, bestehend aus Vertretern der weltweit wichtigsten Forschungsinstitute für Eisenbahnen und Mobilität sowie der UIC – dem internationalen Eisenbahnverband, bewertet.

Der Bereich Bahnsysteme der ÖBB-Infrastruktur AG erbaute die weltweit erste Photovoltaikanlage für 16,7 Hz Bahnstrom, die direkt in die Bahn-Oberleitung einspeist. Also dort, wo der Strom verbraucht wird. In Wilfleinsdorf in Niederösterreich wurde entlang der Ostbahn auf einer Fläche von zwei Hektar das erste derartige Bahnstrom-Photovoltaikkraftwerk errichtet.

Gruppenfoto GewinnerInnen

Die Herausforderung bei dem Vorhaben lag darin, den weltweit ersten Wechselrichter, der den Solarstrom in einphasigen 16,7 Hz Bahnstrom umwandelt, zu entwickeln. Ihre volle Leistung nahm die „grüne“ Innovation der ÖBB im Frühjahr 2015 auf. Seither speisen Solarpaneele mit einer Gesamtfläche von 7.000 m2 über 95 Wechselrichter, die aus Sonnenlicht gewonnene Energie direkt in die Fahrleitung der Züge ein, wodurch Übertragungsverluste – die beim Transport der Energie entstehen – deutlich reduziert werden.

Mit einem Erzeugungsvolumen von 1,19 GWh im Jahr 2016 konnten die Erwartungen sogar, wie bereits 2015, übertroffen werden und somit konnten dadurch 200 Züge beziehungsweise rund 80.000 Fahrgäste mit grüner Energie beispielsweise von Wien nach Salzburg transportiert werden und zusätzlich 400 Tonnen CO2 eingespart werden.